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Design-Entwicklung ist ein Prozess

Entwicklung ist ein Prozess. Voraussetzung ist, dass man sich auf den Weg macht und die Dinge in Betracht zieht, die am Weg liegen. Darüberhinaus ist Design oft dann  besonders fruchtbar, wenn ein Transfer aus anderen Bereichen gelingt, die auf den ersten Blick wenig mit der aktuellen Aufgabenstellung zu tun haben – z.B. eine formale Verknüpfung mit dem Erdbeereis, der Bibliothekseinrichtung, dem Zeitschriften-Layout etc. … , das gestern oder im Vorjahr „am Weg lag“. 
Von  daher  sollte  man  bei der Design-Entwicklung sinnvollerweise  klein  anfangen, aufmerksam vorangehen, themenübergreifend denken und  nicht  schon  zu  Beginn  das Endprodukt vorweg nehmen wollen.

Beispiele für solche Transfer-Ergebnisse bei Schmuckobjekten von lepompier-schmuckdesign sind der Schwalbenschwanz-Ring  und der Zungenring. Bezugsquelle bei der formalen Gestaltung des Schwalbenschwanz-Rings war eine Verzapfungstechnik aus dem Holzbau, während beim Zungenring die Idee der Auskragung aus dem Bereich Architektur kommt.  Die Übernahme dieser Einflüsse geschieht dabei oft nicht bewusst, sondern findet während des Formfindungsprozesses im spielerischen Umgang mit Lösungsmöglichkeiten statt. Die Bewusstwerdung der Zusammenhänge ermöglicht dann ggfs. auch den bewussten Transfer weiterer formaler Lösungsmöglichkeiten aus diesem Bereich.

Ein wiederkehrendes Gestaltungsprinzip bei lepompier-schmuckdesign ist  die transparente Schichtung  von Metallblechen. Das Prinzip des transparenten „layers“ wurde aus der digitalen Bildbearbeitung übernommen  und für die Konstruktion und Gestaltung  von Schmuck fruchtbar gemacht (siehe auch Foto unten).

Vorstufen zum Sattelring ( lepompier-schmuckdesign)
Experimentelle Schmuck-Formen (entstanden am Berufskolleg für Formgebung-Schmuck und Gerät 1998), Kupfer (oxidiert)