Anforderungen an einen Verschluss
Kurze Halsketten brauchen, soweit kürzer als 60 cm, einen technisch und optisch funktionierenden Verschluss. Das Ding sollte mit den Kettengliedern idealerweise eine formale Einheit bilden, bzw. nicht zu sehr aus dem Rahmen fallen. Eine weitere Anforderung ist, dass der Verschluss in der Handhabung einfach und nach Gefühl zu bedienen sein soll. Er sollte sich in der Tragesituation nicht versehentlich öffnen. Zunächst habe ich im Internet nach einer passenden Lösung gesucht, aber nicht wirklich was passendes gefunden. Die dort angebotenen Verschlüsse aus Silber oder Stahl waren schon durch die andere Materialität ein deutlicher Stilbruch und integrierten sich nicht zufriedenstellend in die Kette…
Ende September hatte ich so eine Art Eingebung und wusste dann, wie der Kettenverschluss für meine Aluminiumketten aussehen muss, zumindest vom Prinzip her. Ich dachte dabei an einen verbesserten Schlitzverschluss mit zusätzlicher Sicherung gegen ein versehentliches Aushängen. Im ersten Impuls war das dann eine Modifikation des „Spacer“ Kettenglieds (Abb. Mitte), weil durch die längliche Form bereits eine Ausrichtung vorgegeben ist.

Die Umsetzung
Das funktionierte dann tatsächlich ganz gut. Ein versehentliches öffnen der Kette ist in der Tragesituation durch den Querriegel ausgeschlossen. Durch die Schwerkraft wird das mit dem Verschluss verbundene Kettenglied immer an der inneren Kante des Verschlussrings anliegen. Dort verhindert der Querriegel eine seitliche Bewegung zur Öffnungsfuge des Verschlussrings. Das erlaubt letztendlich auch eine Öffnungsspalte in komfortabler Breite, die ggfs. ein verkratzen des aufzunehmenden Kettenglieds weitgehend verhindert, oder deutlich minimiert. Hier gibt es noch etwas Optimierungsbedarf.
Durch das deutliche haptische Signal des Querbalkens am Ende des Rings kann der Verschluss gut nach Gefühl ein- oder ausgehängt werden. Dieselbe Funktion erfüllt die Auskragung an den beiden Verschlussringen links und rechts neben dem Spacer-Verschluss. Die einfache Ringlösung funktioniert ebenfalls zuverlässig. Hier sind die Querriegel abgeschrägt und gerundet. Das unterstützt zusätzlich ein Ablaufen des Kettenglieds zur Seite hin, bzw. weg vom Auslass-Spalt. Alle 3 Versionen lassen sich optisch gut in die Halsketten integrieren, da sowohl das Material als auch die Formensprache dem Habitus der Kettenglieder entsprechen.